Kunst am Bau an der Stadthalle Germering
Sanierung der Leuchtschriften
Sponsoren gesucht!
Im Rahmen des Wirtschaftsempfangs Ende April hatte Oberbürgermeister Andreas Haas die Thematik bereits kurz dargestellt: die Kunst am Bau des italienischen Neonkünstlers Maurizio Nannucci an der Stadthalle Germering ist ein wenig in die Jahre gekommen, die Leuchtschriften auf den Dächern sind teilweise defekt und müssen saniert werden.
Die Stadthalle Germering kann dies zum momentanen Zeitpunkt finanziell nicht leisten. Um eine baldige Instandsetzung der Kunst am Bau durchführen und damit den markanten Blickfang im Ortsbild wieder herzustellen zu können, bittet die Stadthalle die Germeringer Bürger und Firmen um Ihre Mithilfe.
Privatpersonen können mit dem Sponsoring einzelner Buchstaben dazu beitragen, dass die Beleuchtung der Buchstaben wieder in Stand gesetzt und das künstlerische Gesamtkonzept dadurch in seiner vollen Bedeutung zur Geltung kommen kann. Der Betrag pro Buchstabe beläuft sich auf 330 €. Die Firmen sind angesprochen einen kompletten der vier Schriftzüge zu sponsern, die Kosten hierfür betragen zwischen 6.000 und 11.000 €.
Weitere Infos zu den Schriftzügen, dem Gesamtkonzept und Maurizio Nannucci finden Sie unten. Interessenten werden gebeten, sich an die Verwaltung der Stadthalle unter Tel. 089/89418-0 zu wenden oder persönlich in der Landsberger Str. 39 vorbeizukommen.
Die Stadthalle Germering hofft auf zahlreiches Interesse, um die Kunst im öffentlichen Raum zu erhalten.
Bisher haben sich folgende Unternehmen und Bürger/innen an der Sanierung der Leuchtschriften beteiligt:
UNTERNEHMEN:
Kreis "I.Q.E.D." (komplette Sanierung):
DIONEX Softron GmbH, Germering
Schriftzug "Im Anfang war die Tat" (komplette Sanierung):
CEWE COLOR AG & Co. OHG
Schriftzug "No Monologo ma Dialogo" (komplette Sanierung):
Arztpraxen im GerMedicum und Fa. Butz & Schulz Orthopädie-Schuh-Technik
Einzelbuchstaben:
A. Greitner Gebäudereinigung + Service GmbH
atreo GmbH
Elektro Döllner
Gerstberger Architekten
Glas Fischer
Hotel Mayer
Schlosserei Schuster
Sparkasse Fürstenfeldbruck
St. Martin Apotheke
Volks- und Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck eG
Wirtshaus Burkart
Xsign
BÜRGER/INNEN:
Brigitte Breidenbach
Klaus und Ursula Beck
Andreas Haas
Eike und Walter Held
Marhild Liebermann
Hans Pichelmaier
Michaela Radykewicz
Tinka und Martin Rausch
Die Stadthalle Germering bedankt sich ganz herzlich bei allen Sponsoren!
In alphabetischer Reihenfolge sind zu sehen:
Hans Burkart (Wirtshaus Burkart), Brigitte Breidenbach und Sandra Pabst (GeBE Elektronik und Feinwerktechnik GmbH), Sigrid Gerstberger (Architekturbüro Gerstberger), Friedrich Greitner (Greitner Gebäudereinigung und Service GmbH), Andreas Haas, Marhild Liebermann, Christine Dersch (Hotel Mayer), Hans Pichelmaier, Michaela und Alexander Radykewicz, Tinka Rausch, Andreas Schuster und Tochter Angelina (Schlosserei Schuster), Carina Brauer-Mack und Dirk Hoogen (Sparkasse Fürstenfeldbruck), Richard Bader (Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck), Andreas Kahl und Sohn Simon (Firma Xsign) sowie Stadthallenleiterin Medea Schmitt
Die Schriftzüge
Im Anfang war die Tat
Der deutschsprachige Text in roten Buchstaben ist ein Zitat aus Goethes Faust. Dieser sehr weltliche Aspekt – im Gegensatz zu „Im Anfang war das Wort“ aus dem Johannes-Evangelium – ist eine Referenz an das Theater, das in der Stadthalle Germering Raum zur Entfaltung finden soll.
No monologo ma dialogo
Nicht Monolog, sondern Dialog
Der italienische Spruch in gelben Buchstaben fordert zur Kommunikation aller Beteiligten auf: die Stadthalle Germering soll in jeder Hinsicht, kulturell wie gesellschaftlich, ein Zentrum für Zwiegespräche werden.
Blending the visible with the invisible
Vermischung des Sichtbaren mit dem Unsichtbaren
Der englische Text in blauen Buchstaben verweist darauf, dass nur in der Kunst das Unsichtbare sichtbar gemacht werden kann. Im künstlerischen Akt kann der Zuschauer Dinge erfahren, die ihm sonst verborgen blieben.
Tout est encore à faire
Alles ist noch zu tun
Der französische Spruch in grünen Buchstaben will dazu anregen, sich immerfort um alles Zwischenmenschliche zu bemühen. Jede Art der Kommunikation ist ein permanenter Prozess, der nie enden darf.
Der Künstler
Maurizio Nannucci, geboren am 20. April 1939 in Florenz, ist ein italienischer Lichtkünstler. Die meisten seiner Arbeiten sind Neon-Installation im öffentlichen Raum, so z.B. am Münchner Lenbachhaus und in der Bibliothek des Deutschen Bundestages in Berlin. In seinen Werken will er Sprache, Licht und Raum verbinden und den Betrachter zum Nachdenken anregen.
„In der Germeringer Arbeit geht es Nannucci darum, sich über vier Farben, vier Sprachen, vier Bildideen auszudrücken, die sich alle mit dem gemeinsamen Ort des Erlebens befassen. Das neue Stadtzentrum definiert sich in der Vielsprachigkeit als weltoffen für die unterschiedlichen künstlerischen und sozialen Manifestationen, die dort stattfinden werden.“ (Prof. Dr. Helmut Friedel, Direktor der städtischen Galerie im Lenbachhaus, in der Festschrift zur Eröffnung der Stadthalle Germering am 29. April 1993)




